Zwei High-Potential Projekte zu künstlicher Intelligenz

Der Coffee Talk entstand als Format in Verbindung mit dem VOICE High Potential Award. Der Award wird im Rahmen des VOICE ENTSCHEIDERFORUM verliehen. Mit ihm werden junge Nachwuchsführungskräfte in der IT für spannende Projekte ausgezeichnet. Leider bietet die Award-Verleihung nicht genug Zeit, um Teilnehmer und ihre Projekte ausführlich vorzustellen. Deshalb hat VOICE die Protagonisten eingeladen, das in mehreren virtuellen Coffee Talks zu tun.  In knapp einer halben Stunde stellen sich zwei ambitionierte Projekte im Livestream vor und beantworten die Fragen der VOICE-Mitglieder im Q&A. Hier fassen wir jeweils 2 Coffee Talks für Sie zusammen, inklusive der gezeigten Präsentationen.

Das KI-Programm von Siemens

Den Auftakt übernimmt Juraj Dollinger von Siemens. Herr Dollinger stellt das Programm vor, mit dem Siemens zu einer AI-driven Company werden will. Neue Programme und Systeme sollen in den verschiedensten Bereichen wie Logistik oder Manufactoring zum Einsatz kommen. Dabei spielt künstliche Intelligenz auch deshalb eine besonders wichtige Rolle, da sie unter anderem verspricht, auch komplizierte Aufgaben zu automatisieren, die zuvor von Menschen erledigt werden mussten. So kann eine KI beispielsweise dazu genutzt werden, das Impact-Potential eines Produkts zu bewerten und zukünftiges Budget kann besser abgeschätzt werden. Dabei konnte bereits gezeigt werden, dass maschinelle Systeme beinahe die gleiche Effizienz eines menschlichen Arbeiters erreichen können. Forecast-Entscheidungen müssen bisher von langjährigen Mitarbeitern getroffen werden. KI verspricht solche Lücken zu füllen, sollte ein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Dabei verspricht sich Siemens neue Geschäftsmodelle im Bereich der pay-per-use oder value-add Angebote. Letztlich soll es auch Ziel sein, nicht digital-affinen Mitarbeitern zu ermöglichen mit KI-Systemen zu arbeiten und die Nutzeroberflächen einstiegsfreundlicher zu gestalten.

KI für mittlere und kleine Unternehmen nutzbar machen

Im zweiten Vortrag erklärt Jens Hütter von Ströer wie künstliche Intelligenz auch für kleine und mittelständische Unternehmen nutzbar gemacht werden kann. Herr Hütter hatte im Jahr 2019 bereits in mehreren Anwendungsbereichen für Ströer die Entwicklung verschiedener KI-Lösungen erfolgreich angeleitet und durchgeführt. Die erste wichtige Lektion war dabei, dass ein ausgewogenes Team benötigt wird, um das Projekt effektiv umzusetzen. Expertise im Bereich Projektmanagement, Business, IT-Infrastruktur und Data Science sind gleichermaßen notwendig und sollten aktiv zusammenarbeiten. Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, mit externen Partnern im Bereich Data Science zusammenzuarbeiten. Innerhalb nur weniger Monate ist es Hütter und seinem Team beispielsweise gelungen, DSGVO-konforme Gesichtserkennung zu ermöglichen, indem ein Programm automatisch Gesichter und Kennzeichen anonymisiert. Im gleichen Jahr wurde ein Programm entwickelt, das den Zustand von Werbeplakaten Anhand der automatischen Analyse hunderttausender Fotos bewertet. Und das waren nur zwei von vier Projekten, die im gleichen Jahr und mit einem jeweiligen Budget von unter 50.000 Euro entwickelt und implementiert werden konnten. Es bleibt festzuhalten: Moderne Lösungen wie künstliche Intelligenz sind nicht nur etwas für Google und Amazon.

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