IT-Agenda 2026: Minimaler Budgetzuwachs, maximaler Innovations- und Kostendruck bei IT-Organisationen

Presseaussendung

IT-Agenda 2026: Minimaler Budgetzuwachs, maximaler Innovations- und Kostendruck bei IT-Organisationen

VOICE und Metrics haben 268 IT-Organisationen nach ihrer Einschätzung befragt.

Die aktuelle Studie „IT-Agenda 2026“ zeigt: Europäische IT-Organisationen müssen mit immer knapperen Budgets auskommen. Für 2026 rechnen Befragte nur mit einem durchschnittlichen Wachstum des IT-Budgets von 0,12 Prozent. Gleichzeitig hat die strategische Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) am meisten zugelegt. Der Beitrag der IT zum Unternehmenserfolg wird weiter als hoch bewertet, ist jedoch erneut gesunken. Digitale Souveränität ist zwar strategisch relevant, spielt operativ aber kaum eine Rolle.

Berlin, 27. Januar 2026 – „Unternehmen müssen mit immer knapperen IT-Budgets auskommen, während die Anforderungen an Sicherheit und Innovation immer weiterwachsen,“ sagt Robin Kaufmann, Geschäftsführer von VOICE – Bundesverband der IT-Anwender e.V. „Unternehmen müssen jetzt klar priorisieren. IT-Sicherheit ist nicht verhandelbar und wer beim Thema KI zögert, verliert an Wettbewerbsfähigkeit.“

IT-Budgets stagnieren – Kostensenkung wird zur Pflicht

Für 2026 erwarten IT-Verantwortliche lediglich ein sehr geringes Budgetwachstum von 0,12 Prozent – das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung der IT-Agenda 2014. Drei Viertel haben bereits Kostensenkungsprogramme implementiert, mit einem durchschnittlichen Einsparziel von 10,3 Prozent. Während Unternehmen planen für Freelancer und externe Berater weniger auszugeben, steigen die Kosten für Applikationen erneut.

KI verzeichnet höchsten Bedeutungszuwachs – IT-Security bleibt Top Priorität

Nur das Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) konnte strategisch auf der Agenda nach oben klettern, der leichte Rückgang im Vorjahr wurde kompensiert. Damit verdrängt KI das Thema „Digitalisierung“ von Platz zwei der Prioritäten. Trotz Kostendruck und leichtem Punkteverlust bleibt „IT-Security“ das wichtigste strategische Thema.

 

NIS2 verliert dagegen strategisch an Bedeutung, obwohl ihre Umsetzung erst beginnt und auch die „Verlagerung von IT-Services“ schneidet strategisch schlecht ab, obwohl wieder häufig über Outsourcing Vorhaben gesprochen wird.

Digitale Souveränität strategisch anerkannt, operativ vernachlässigt

Abhängigkeiten von US-Hyperscalern werden von den Befragten als Risiken erkannt, aber aktuell nicht weiter adressiert. Die Unterstützung von Risikoanalysen, Multi-Vendor-Strategien und Zero Trust ist dennoch hoch. Hebel wie Open Source, Insourcing und Cloud-Repatriation spielen im Zusammenhang mit Souveränität und Resilienz hingegen eine untergeordnete Rolle.

 

Der Beitrag der IT zum Unternehmenserfolg wird weiterhin als hoch eingeschätzt, ist jedoch seit 2023 rückläufig.

Die vollständige Studie erhalten Sie unter: https://survey.zohopublic.eu/zs/85BxzI

Zur Studie „IT-Agenda 2026“

Die IT-Agenda 2026 basiert auf einer Online-Befragung europäischer Verantwortlicher in Business und IT mit insgesamt 268 Teilnehmener:innen aus dem DACH-Raum. Sie wurde im Oktober und November 2025 vom Beratungsunternehmen Metrics in Zusammenarbeit mit VOICE – Bundesverband der IT-Anwender e. V. durchgeführt. Die Studie analysiert aktuelle Trends, Herausforderungen und Prioritäten von CIOs, IT-Vorständen, Einkäufern und Leiter:innen von IT-Organisationen, Fachbereichen und Projekten.

Fotohinweis

Robin Kaufmann, Geschäftsführer von VOICE 

Rückfragehinweis

Lisa Behrens

Kommunikationsspezialistin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

lisa.behrens@voice-ev.org

+49 171 9114783

VOICE Geschäftsführer Robin Kaufmann unterstreicht die Notwendigkeit klarer Prioritäten: IT-Sicherheit ist nicht verhandelbar und Zögern bei KI kostet Wettbewerbsfähigkeit.

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