CIO-Erfahrungsaustausch: Der „Klopper“ der Woche und warum man in der Medizin in Deutschland mit AI kein Geld verdienen kann

Beim 60. CIO-Erfahrungsaustausch am Mittwoch, 15.09 wie gewohnt um 18:00 Uhr, bezeichnete VOICE-Security-Experte Dirk Ockel eine inzwischen gepatchte Schwachstelle von Apple als „Klopper der Woche“. Die Hackergruppe Pegasus hatte unter anderem eine Zero-day-, und Zero-Klick-Schwachstelle ausgenutzt. Sie erlaubt die Ausführung von beliebigem Schadcode durch einen authentifizierten Remote-Angreifer. In der Kritikalitätsbewertung kam diese Schwachstelle von 10 möglichen Punkten eine satte 9.8. Aber auch Microsoft musste im letzten Patch-Tuesday 66 Lücken schließen und zuvor a20 Schwachstellen in Edge. Allein in Windows waren drei Zero-Day-Schwachstellen aufgetaucht.

Jaroslav Bláha, CEO des AI-Startups CellmatiQ und Interim-CTO beim Kundenkarten-Anbieter Payback erzählte in seinem Impuls von den Erfahrungen, die er mit seinem Start-up  im Medizinbereich gemacht hat. Sie mit frustrierend zu beschreiben, wäre wahrscheinlich noch zu positiv ausgedrückt. Bláha nahm wirklich kein Blatt vor den Mund. Er bezeichnete den Gesundheitsbereich in Deutschland als innovationsfeindlich. Sein Unternehmen hat jedenfalls die AI-Aktivitäten im Medizinsektor weitestgehend eingestell. Außerdem kritisierte er die KI-Förderung in Deutschland. Sie sei dysfunktional. Von den bis 2025 Fördermitteln von 5 Milliarden Euro seien gerade mal 6 Prozent abgerufen worden. Die meisten der vergegeben Fördergelder gingen zudem an Großforschungseinrichtungen und Institute, die sich im AI-Bereich auf Grundlagenforschung  konzentrieren.