VOICE wählt neues Präsidium mit Dr. Hans-Joachim Popp an der Spitze

VOICE – Bundesverband der IT-Anwender hat auf seiner Mitgliederversammlung am 8. Mai.2019 turnusgemäß sein zehnköpfiges Präsidium gewählt.  Dr. Hans-Joachim Popp ist neuer Vorsitzender des Präsidiums.

„Ich freue mich sehr darüber, dass wir so hervorragende Leute für das Präsidium gewinnen konnten. Das versetzt uns in die Lage, unser großes Themenportfolio mit hoher Kompetenz zu bearbeiten, Diskussionen zu befeuern und, wenn nötig, Forderungen zu formulieren“, resümiert Dr. Popp die Wahl zum VOICE-Präsidium, dem vier neue Mitglieder angehören.

Das neue VOICE-Präsidium bilden folgende Persönlichkeiten:  Dr. Pamela Herget-Wehlitz (CIO MTU Aero Engines, Dr. Helmuth Ludwig (CIO Siemens), Dr. Michael Müller-Wünsch (CIO Otto) , Dr. Hans-Joachim Popp (BW-Consulting), Joachim J. Reichel (CIO BSH), Thomas Rössler (CIO Stadtwerke Gießen); Dr. Ralf Schneider (Group CIO Allianz) Dr. Roland Schütz (CIO Lufthansa), Dr. Bettina Uhlich (CIO Evonik), Karsten Vor (Loh Gruppe). Zudem unterstützt eine Reihe hochkarätiger Vertreter der IT- und Digital-Community das gewählte, stimmberechtigte Präsidium als kooptierte Präsidiumsmitglieder.


Das neue Präsidium (v.l.n.r): Karsten Vor, Dr. Ralf Schneider, Joachim. J. Reichel, Dr. Hans-Joachim-Popp, Dr. Pamela Herget-Wehlitz, Dr. Bettina Uhlich, Thomas Rössler. Nicht auf dem Gruppenbild sind Dr. Michael Wünsch und Dr. Helmuth Ludwig.

„Ich werde beide zentralen Anliegen unseres Bundesverbandes weiter intensiv verfolgen: Wissens- und Austauschplattform für Digitalentscheider zu sein und gleichzeitig die Interessen der IT anwendenden Unternehmen gegenüber Politik und Anbieterschaft vertreten,“ erklärte Dr. Popp anlässlich seiner Wahl.

Dr. Hans-Joachim Popp, neuer Vorsitzender des VOICE-Präsidiums

„Gerade in Zeiten schnellen technologischen und gesellschaftlichen Wandels ist VOICE an vielen Stellen gefordert. Wir wollen mit unserer Wissensplattform, der VOICE Akademie, großen Veranstaltungen, Special Interest Groups, Roundtables und Regionaltreffen einerseits die Möglichkeiten weiter ausbauen, miteinander und voneinander zu lernen. Andererseits wollen wir im ständigen Dialog mit unseren Mitgliedern die Anliegen der Anwenderunternehmen in die politische Arbeit einbringen und unsere Anforderungen gegenüber Herstellern konstruktiv formulieren. Wir müssen unsere Unternehmen in die Lage versetzen, intensiver von der fortschreitenden Digitalisierung zu profitieren. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir von den Herstellern faire Lizenz- und Nutzungsbedingungen einfordern.“

Der langjährige Vorsitzender des Präsidiums, Dr. Thomas Endres, hat sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Nach 8 Jahren hervorragender Auf- und Ausbauarbeit für den Bundesverband möchte er in Zukunft nicht mehr in vorderster Reihe von VOICE stehen und sich stärker auf Euro Digital und seine unternehmerische Tätigkeit konzentrieren. An dieser Stelle möchte sich VOICE ganz herzlich für sein riesiges Engagement, seine hervorragenden Ideen und seinen Mut bedanken, mit dem er die Interessen der CIOs und Digital-Entscheider vertreten hat. Dr. Endres bleibt VOICE eng verbunden.

VOICE lädt ein zu KI Networking und Mitgliederversammlung am 07. und 08 Mai 2019

Prof. Dr. Wolfgang Wahlster


VOICE – Bundesverband der IT-Anwender lädt vom 07. bis 08. Mai 2019 ein zum ersten KI Networking und zur anschließenden VOICE-Mitgliederversammlung. Beim KI Networking bringen wir das Hype-Thema herunter von der Bühne und legen den Fokus auf den pragmatischen Austausch zum Thema Künstliche Intelligenz in Unternehmen. Dabei unterstützt uns der KI-Bundesverband mit seiner Expertise aus 120 innovativen Unternehmen, die sich Entwicklung und Anwendung von KI auf die Fahnen geschrieben haben. Auch die anschließende VOICE-Mitgliederversammlung (nur für Mitglieder zugänglich) verspricht spannend zu werden – unter anderem steht die Wahl des VOICE-Präsidiums auf der Tagesordnung.

  • KI Networking bietet frisches Anwenderwissen aus erster Hand
  • Start-up-Gründer und Anwender diskutieren ihre KI-Erfahrungen
  • Mitgliederversammlung wählt ein neues Präsidium und bestimmt VOICE-Agenda

Bei allem Hype zum Thema KI und den vielen offenen, zum Teil grundsätzlichen Fragen in Bezug auf Technologie, Business-Modelle, Organisation und Bildung dürfen wir nicht vergessen, dass KI auch eine ganz pragmatische Anwendungsseite hat. Spätestens hier wird die grundlegende VOICE-Fragestellung wieder relevant: KI applied – Wie können Anwenderunternehmen die Technologie einsetzen, um ihren Erfolg zu steigern?

Schwerpunkt liegt auf Austausch

Mit dem KI Networking will VOICE Antworten auf diese und weitere Fragen liefern, in dem wir eine sehr interaktive Austauschplattform anbieten, auf der sich KI-Experten, Vordenker und Nutzer treffen und intensiv austauschen. Deshalb legt KI Networking seinen Schwerpunkt auf die interaktiven Formate. Wir bieten sieben interaktive Coffee Talks zu folgenden Themen an:

  • OSRAMs Weg in Richtung KI
  • Fördergelder für KI in Anwenderunternehmen – Anforderungen und Hürden
  • Robotic Process Automation bei der DB Systel
  • Chatbots – Was sie können, wie man sie einsetzt
  • KI in Lager und Logistik
  • Digital Twins
  • KI in die Cloud oder besser nicht?

Die locker gestalteten Coffee Talks werden entweder von Anwendern oder von Start-up-Gründern moderiert, die einerseits sehr tiefes Wissen in ihrem jeweiligen Fachgebiet haben und andererseits in der Lage sind, es Nichtexperten zu vermitteln. Sie stellen Projekte oder Herangehensweisen vor, stellen sich den Fragen der Teilnehmer und tauschen Lösungsideen aus. Ebenfalls interaktiv ist der KI-Pitch, in dem Anwenderunternehmen ihre KI-Erfahrungen aus erster Hand erläutern. Die vier Keynotes des KI Networking drehen um sich die Zugänglichkeit zu KI-Services, Fördermöglichkeiten für KI-Projekte und um die Zukunft der KI in Unternehmen. Abgerundet wird der Event KI Networking mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion, die thematisiert, wie Unternehmen am besten mit KI umgehen.

Als Speaker werden unter anderem folgende Persönlichkeiten auftreten: Prof. Dr. Dr. Wolfgang Wahlster, Dr. Aljoscha Burchardt und Dr. Sven Schmeier, alle drei vom Deutschen Institut für Künstliche Intelligenz (DFKI), Dr. Stefan Ebener, Google; Toan Nguyen, e-shelter; Hanna Hennig, OSRAM AG; Marc Bouvier, DB Systel; Arvin Arora, AIM; Dr. Alexander Lorz, aiso-lab GmbH; Jörg Bienert, Bundesverband KI e.V. und last but not least Dr. Thomas Endres von VOICE.

Der Event KI Networking ist offen für alle Anwenderunternehmen und Start-Ups gleichgültig, ob Sie VOICE-Mitglied sind oder nicht.

VOICE Mitgliederversammlung am 08. Mai 2019

Ausschließlich den VOICE-Mitgliedern vorbehalten ist die VOICE-Mitgliederversammlung am 8. Mai 2018. Die genaue Agenda schicken wir den Mitgliedern in Kürze zu. Fest eingeplant ist allerdings schon jetzt die Wahl zum VOICE-Präsidium, die turnusgemäß alle zwei Jahre stattfindet.

Weitere Informationen zum KI Networking Event sowie zur Mitgliederversammlung  und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier:

Mitgliederversammlung & KI-Networking

Digital World & Governance: Politik, Wirtschaft und Verwaltung diskutieren Digitalisierungskonzepte

BERLIN, 08. Februar 2019

VOICE und Kongressveranstalter Wegweiser laden zur 2. Executive Convention Digital World & Governance nach Berlin ein. Die zweitägige Konferenz mit hochkarätigen Sprechern setzt klare Schwerpunkte und bietet Teilnehmern eine etablierte Austauschplattform, auf der sich zahlreiche prominente Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung bewegen. Die Digital World & Governance findet vom 21. bis 22. März 2019 im Hotel de Rome, Berlin statt.

  • Bundesminister Helge Braun hält Eröffnungs-Keynote
  • Staatsekretäre diskutieren mit Teilnehmern
  • Hochkarätige CIOs aus dem VOICE-Verband stellen kritische Fragen
  • Schwerpunkte der Konferenz sind Organisation & Führung, Markt & Staat sowie Technologie & Collaboration

Bundesminister Professor Dr. Helge Braun wird den Kongress mit einer Keynote eröffnen. Er wird zur Lage der Digitalisierung in Deutschland sprechen, die weitere Strategie skizzieren und sicher auch Leuchtturmprojekte vorstellen. Auch Dr. Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium hat seine Teilnahme zugesagt und wird einen Vortrag halten. Neben Professor Braun und Dr. Nussbaum sprechen auf dem Kongress u.a. Staatssekretär Björn Böhning, Bundesministerium für Arbeit und Soziales; Dr. Thomas Endres, Vorsitzender des Präsidiums, VOICE – Bundesverband der IT-Anwender; Dr. Martin Hölz, CIO, Head of Corporate Function Group Processes & Information Technology CF/GPI,  thyssenkrupp AG; Helge-Karsten Lauterbach, CIO, Bilfinger SE; Dirk Ramhorst, CDO / CIO, Wacker Chemie AG; Hans Rösch, Senior Program Manager, Vattenfall AG; Dr. Ralf Schneider, Group CIO, Allianz SE; Stv. Vorsitzender des Präsidiums, VOICE – Bundesverband der IT-Anwender; und Lars Wentorp, CIO, Hamburg Port Authority AöR.

Unter dem Motto „Mit Verantwortung in die Zukunft” fokussiert der diesjährige Kongress insbesondere auf die Wirtschaft (Anwender) und stellt die konkrete Steuerung (Governance) der digitalen Transformation unternehmensseitig und im Zusammenspiel mit der Politik in den Mittelpunkt. Der Kongress richtet sich vor allem an das obere Management und CEOs, CIOs, CDOs, Aufsichtsräte etc., da Digitalisierung in erster Linie als Führungsaufgabe verstanden werden muss.

Auf dem Kongress werden Entscheider und Digitalverantwortliche aus Industrie, Beratung und Digitalwirtschaft die einmalige Gelegenheit nutzen, gemeinsam mit politischen Entscheidungsträgern neue wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen zu diskutieren, Führung und Organisation neu zu denken und innovative Collaboration-Modelle und Lösungen zu erarbeiten und vorzustellen.

Zum Beispiel werden im Plenum Fragen diskutiert ob wir einen “Airbus-Ansatz” für die Steuerung der Digitalisierung benötigen? Wie kann eine aktive Industriepolitik in den Bereichen Digitalisierung, Industrie 4.0 und KI gestaltet werden? Wie viel Regulierung braucht Digitalisierung und wie stark muss sich Führung ändern, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden? Das detaillierte Programm der Digital World & Governance finden sie hier. https://www.digital-governance.de/de

„Die Digital World & Governance ist für uns eine große Chance, das von uns bereits mit anderen Veranstaltungen initiierte aktive Gespräch mit allen Interessierten im Bereich Digitalisierung fortzusetzen und zu vertiefen“, erklärt Wolfgang Storck, Geschäftsführer von VOICE – Bundesverband der IT-Anwender.

Über die Hälfte der Anwender in Europa sind mit Ihren Software-Anbietern unzufrieden

In einer Umfrage des europäischen VOICE Dachverbandes EuroCIO übten über 100 europäische Anwenderunternehmen zum Teil massive Kritik an großen Software-Anbietern. Die im „Supplier Satisfaction Survey“ befragten Anwender sind Mitglieder der im EuroCIO vertretenen nationalen CIO-Verbände aus sieben Ländern sowie Direktmitglieder des EuroCIO. In der aktuellen Umfrage stieg die Unzufriedenheit mit der Preispolitik und den unflexiblen On-Premises- Lizenz- und -Vertragsmodellen gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2016 deutlich an. Durchschnittlich lag die allgemeine Zufriedenheit mit den Software-Lieferanten bei rund 46 Prozent.

Quelle: EuroCIO

 

Durchschnittlich haben die befragten Unternehmen Lizenzverträge mit vier On-Premise Service-Providern. Im Cloud-Bereich sind es durchschnittlich zwei. Während im On-Prem-Sektor Microsoft, Oracle, VM-Ware, SAP und IBM die wichtigsten Lieferanten sind, hat im Cloud-Segment Microsoft (63 % der Verträge) sehr eindeutig die Nase unter den 102 Befragten vorn, gefolgt von Amazon (24 %) und Salesforce (23%).

Bereitschaft zur Vertragserneuerung sinkt um über 20 Prozent

Gegenüber der Zufriedenheitsstudie 2016 sinkt die Zustimmung zu den wichtigen On-Prem-Anbietern zum Teil sehr deutlich. Beurteilten 2016 noch 87 Prozent der Befragten die lizenzierten Produkte als OK, waren es 2018 nur noch 77 Prozent. „Bedenkt man, dass sich die Anwender aktiv für die Produkte und Services entschieden haben, ist das eine zurückhaltende Einschätzung“, erklärt Patrick Quellmalz, Leiter VOICE-Services. Ähnlich verhält es sich mit der Zustimmung zum Lizenzmodell und zur Vertragsgestaltung. Sie ist in den zwei Jahren um 20 bzw. um 22 Prozent gesunken. Ähnlich verhält es sich mit der Bereitschaft, bestehende Verträge zu verlängern. Sie sank von 70 Prozent auf unter 50, also um über 20 Prozent. Allerdings ist auch zu konstatieren, dass die meisten Anwender aus ihrer zurückgehenden Zufriedenheit keine Konsequenzen ziehen. Nur etwa 25 Prozent wollen zu einem anderen Provider wechseln und ca. 18 Prozent arbeiten an konkreten Exit-Plänen. Diese Werte waren vor zwei Jahren sogar noch etwas höher. „Die Anbieter sollten diese beiden Werte keinesfalls als Entwarnung werten und hoffen, dass Ihr Vendor-Lockin weiterhin greift. Wir gehen davon aus, dass ab einer gewissen Schmerzgrenze trotz aller Schwierigkeiten der Anbieter gewechselt wird. Das kann sehr schnell gehen“, betont Quellmalz.

Cisco schneidet am besten ab, Oracle am schlechtesten

Quelle: EuroCIO

 

Insgesamt am zufriedensten sind die Befragten mit Cisco, VMWare und Microsoft. Am wenigsten zufrieden sind sie mit Oracle. Nur 29 Prozent der Befragten sind insgesamt zufrieden mit dem Anbieter. Hier arbeiten auch die meisten Anwender an Exitplänen (39%). Die SAP schneidet mit einer allgemeinen Zufriedenheitsrate von 43 Prozent unter den wichtigen  sechs Providern leicht unterdurchschnittlich ab. Auffällig ist beim deutschen Softwarehaus, dass die Bereitschaft der Befragten, ihre Verträge erneut abzuschließen von 80 Prozent im Jahr 2016 auf aktuell unter 40 Prozent gefallen ist.

Im Cloud-Bereich weist die Studie nur für Amazon und Microsoft detaillierte Ergebnisse aus. Demnach sind 88 Prozent der Befragten insgesamt mit Amazon zufrieden und 62 Prozent mit Microsoft.  Das Verhalten der Cloud-Provider weist laut Studien-Autoren trotz inzwischen stärkerer Konkurrenz im Cloud-Markt monopolistische Züge auf. Doch angesichts steigender Preise werden Provider-Wechsel für Anwender wirtschaftlich attraktiver. „Das wird den Cloud-Markt in Bewegung bringen“, glaubt Quellmalz.

EuroCIO und die nationalen CIO-Verbände wie VOICE unterstützen ihre Mitglieder damit sie nötigenfalls den schwierigen Providerwechsel bewältigen können. Dafür erarbeiten sie Studien wie die Zufriedenheitsstudie und stellen Plattformen zum Erfahrungsaustausch bereit. VOICE unterstützt seine Mitglieder zudem mit zwei eigenen Arbeitsgruppen für das Thema Software Asset Mangement und durch das Vendor Observation Competence Center, das am 14. Dezember 2018 seine Arbeit aufnimmt.

VOICE und IDG schaffen ein neues Kraftzentrum für die CIO-Community

Die IDG Communications Media AG und VOICE – Bundesverband der IT-Anwender kooperieren bei zwei ihrer wichtigsten Veranstaltungen: der VOICE Jahrestagung und dem CIO des Jahres. Das erste gemeinsame Event unter dem Titel CIO ZUKUNFTSWERKSTATT findet am 21. November 2019 in Berlin statt.

Das neue, integrierte Event trägt den Titel CIO ZUKUNFTSWERKSTATT. Sie übernimmt zwei wichtige Aufgaben in der CIO-Community: Einerseits bietet die CIO Zukunftswerkstatt intensiven Praxisaustausch und Wissenserwerb andererseits bildet die CIO ZUKUNFTSWERKSTATT den perfekten Auftakt für die Auszeichnung der besten CIOs des Jahres, die von IDG’s Medienmarken CIO MAGAZIN und COMPUTERWOCHE bereits zum 17. Mal sehr öffentlichkeitswirksam geehrt werden.

„Mit der CIO ZUKUNFTSWERKSTATT bringen wir noch mehr Digitalentscheider zusammen, als wir das mit den einzelnen Events geschafft haben“, bewertet Dr. Thomas Endres, Vorsitzender des VOICE-Präsidiums die langfristig angelegte Kooperation zwischen IDG und VOICE. „Die IT- und Digitalisierungsverantwortlichen profitieren von einem neuen Groß-Event, das ihnen alle Vorteile in einem Format bietet: Know-how, Networking, Sichtbarkeit und Emotion. Diese sehr kraftvolle Mischung wird die positive Awareness für IT und Digitalisierung in der Öffentlichkeit deutlich steigern.“

Ab dem kommenden Jahr kooperieren VOICE und IDG bei der wichtigsten Ehrung der IT Community in Deutschland.

Die Gäste der neuen, gemeinsamen Veranstaltung werden sich tagsüber intensiv in Vorträgen, Diskussionen und Workshops austauschen und am Abend werden in einer großen Gala die CIOs großer und mittelständischer Unternehmen für ihre erfolgreiche Arbeit ausgezeichnet. CIO MAGAZIN und COMPUTERWOCHE werden die zweitägige Veranstaltung intensiv begleiten. VOICE lädt außerdem im gleichen Rahmen am Vortag der Veranstaltung, am 20. November 2019, zur 2. VOICE-Mitgliederversammlung 2019 ein.

„Mit der Zusammenarbeit zwischen CIO MAGAZIN, COMPUTERWOCHE und VOICE schaffen wir ein neues Kraftzentrum der CIO-Community in Deutschland“, erklärt Michael Beilfuss, Senior Vice President International Events bei IDG. „Die 17jährige Erfolgsgeschichte des „CIO des Jahres“ ist eine Geschichte der kontinuierlichen Veränderungen. Mit dem neuen Standort Berlin und vielen weiteren Innovationen setzen wir ein klares Zeichen: Berlin ist nicht nur die Hauptstadt, sondern auch eine echte Technologiemetropole mit enormer Innovationskraft, Kreativität und hervorragenden Vernetzungsplattformen. Also genau das Umfeld, dass die Zukunft der CIO-Community abbildet und deshalb für uns der richtige Platz. Besonders freuen wir uns, dass wir mit VOICE einen neuen Kooperationspartner gewinnen konnten und diese Zusammenarbeit auf sehr vielen Ebenen umsetzen wollen.“

Neuer VOICE-Service bringt Überblick im Lizenzdschungel

Für Unternehmen und Behörden ist es fast unmöglich, stets den Überblick über die aktuellen Produktinformationen-, Vertrags- und Lizenzbestimmungen der Softwarehersteller zu behalten. Mit dem Vendor Observer Competence Center (VOCC) bietet VOICE ab sofort einen Service an, der solche Informationen transparent aufbereitet und zudem eine Plattform für den vertraulichen Erfahrungsaustausch anbietet. Fachlich wird der Bundesverband dabei vom Software Asset Management Spezialisten Complion AG und rechtlich von der internationalen Anwaltskanzlei Osborne Clarke unterstützt. In seiner ersten Ausbaustufe konzentriert sich das VOCC auf die Anbieter IBM, Microsoft, Oracle und SAP.

Anfragen und Audit-Forderungen von Softwareherstellern, ob man ausreichend lizenziert sei, treiben IT-Verantwortlichen und Einkäufern in Anwenderunternehmen regelmäßig die Schweißperlen auf die Stirn. Lizenzbestimmungen ändern sich häufig und sind zum Teil selbst bei Produkten vom gleichen Hersteller verschieden. Da fast alle Unternehmen Produkte und Services mehrerer Anbieter einsetzen und inzwischen häufig auch Cloud-Services unterschiedlicher Provider nutzen, ist eine schnelle Antwort auf die Frage des Vendors nach der korrekten Lizenzierung und Vertragsnutzung oft alles andere als einfach. Zumal die Nutzungssituation bei Anwendern auch sehr dynamisch sein kann. Bei größeren Unternehmen gibt es eigene Spezialisten, die mit Hilfe sogenannter Asset Management Software versuchen, den Überblick im Lizenzdschungel zu halten. Aber auch sie sind damit nicht automatisch lizenztechnisch auf der sicheren Seite. Häufig lässt sich für einzelne Unternehmen nicht bewerten, wann und wo sie in ein Lizenzrisiko laufen. Die diesbezügliche Kommunikation der Softwarehersteller ist mitunter recht kryptisch und zum Beispiel in punkto indirekter Nutzung, der Bewertung virtueller Maschinen oder der Nutzung von Cloud-(Micro-)Services, alles andere als eindeutig.

Ab sofort bietet VOICE deshalb mit dem Vendor Observer Competence Center (VOCC) einen Service an, der alle am Markt verfügbaren Informationen zu Produkt-, Vertrags- und Lizenzbestimmungen sammelt und sie verständlich aufbereitet. Ebenfalls zu VOCC gehört eine monatliche telefonische Lagebesprechung, in der sich die Mitglieder untereinander vertraulich austauschen. Außerdem informiert der Service seine Bezieher über ihr jeweils aktuelles Lizenzrisiko.

Folgende Leistungen gehören zum Leistungsumfang von VOCC:

• Erarbeitung von Handlungsempfehlungen
• Managementgerechte Zusammenfassung der Inhalte und Entscheidungsbedarfe aus den Lageberichten
• Vertraulicher Austausch zu veränderten Lizenzbedingungen (nicht Konditionen) im geschützten Datenraum des VOCC
• Möglichkeit zur individuellen Lizenzberatung durch Experten
• Juristische Bewertung von Änderung der Lizenzmodelle im Rahmen
• des Hersteller-Scopes durch Osborne Clarke

Die Zahl der beobachteten Anbieter soll innerhalb der kommenden neun Monate auf zehn erhöht werden. Auf diese Weise deckt VOCC große Bereiche des Lizenzgeschehens ab und kann seine Kunden wirksam unterstützen.

Patrick Quellmalz, Geschäftsführer der VOICE CIO Service GmbH bringt den Nutzen des neuen Service auf den Punkt:

„VOCC hilft Anwenderunternehmen auch in dynamischen Umfeldern korrekt zu lizenzieren und schützt sie gleichzeitig vor ungerechtfertigten Forderungen der Software-Anbieter.“

Der Service ist zunächst ausschließlich für VOICE-Mitglieder beziehbar. Für sie kostet er €8.400,00 pro Jahr.

VOICE hält SAP-Lizenzpolitik bezüglich indirekter Nutzung für rechtswidrig

Die Lizenzbestimmungen der SAP in Bezug auf indirekte Nutzung/Digital Access erachtet der Bundesverband der IT-Anwender aufgrund zweier juristischer Gutachten der Rechtsanwaltskanzlei Osborne Clarke als rechtswidrig. Die geplanten zusätzlichen Gebühren für den indirekten Zugriff von Devices und Fremdprogrammen verunsichern die SAP-Nutzer, erhöhen ihr Kostenrisiko erheblich und widersprechen dem Grundsatz der Interoperabilität.

VOICE hat von der internationalen Rechtsanwaltskanzlei zwei juristische Gutachten zu indirekter Nutzung und Digital Access erstellen lassen. Diese Gutachten kommen zu dem Schluss, dass die Lizenzbestimmungen der SAP in dieser Hinsicht rechtswidrig sind und der Softwarehersteller seine starke Stellung im Markt für Business-Software gegenüber seinen Kunden missbraucht. Die Lizenzbestimmungen der SAP seien weder transparent noch fair.

Dr. Thomas Endres, Vorsitzender des VOICE-Präsidiums erklärt das Motiv für die Gutachten und die Ziele des Bundesverbandes: „Als Interessensvertreter der IT-Anwender setzen wir uns für transparente und faire Lizenzbedingungen ein. Die von SAP nach wie vor nicht eindeutig definierte indirekte Nutzung/digital Access ist weder fair noch transparent.“ Endres findet es zwar absolut verständlich, dass sich Softwareanbieter auf die veränderte Nutzung ihrer Produkte in einer immer stärker digitalisierten Welt vorbereiten. „Aber es darf nicht einseitig zu Lasten der Anwender gehen.“ Außerdem habe ein Anwenderverband ein natürliches Interesse an einem offenen Softwaremarkt, in dem nicht ein dominanter Anbieter die Bedingungen diktiert. „Gerade in Bezug auf die laufende Digitale Transformation ist die Interoperabilität der Systeme essentiell. Wenn diese Interoperabilität durch ungerechtfertigte Gebühren eingeschränkt wird, wäre das für alle Marktteilnehmer fatal“, betont Endres.

Patrick Quellmalz, Leiter Service bei VOICE und Geschäftsführer der VOICE CIO-Service GmbH ergänzt. „Wir sehen die indirekte Nutzung als Gefahr für die digitale Transformation. Aus zwei Gründen: Anwender setzen sich lizenzrechtlichen Risiken aus, wenn sie zukunftsgerichtete Technologien einsetzen, wie APIs, Container oder nur eine moderne E-Commerce-Lösung, die auch SAP-Daten nutzt. Außerdem schädigt die SAP mit ihrem Lizenzverhalten den Markt für Third-Party-Applikationen ganz massiv. Dem Geschäftsmodell von Drittanbietern schiebt die SAP jetzt einen Riegel vor. Das ist aus unserer Sicht innovations- und wettbewerbsfeindlich. Denn im Third-Party-Markt entstehen zusätzliche und vielleicht auch günstigere Lösungen für das SAP-Ökosystem, aber eben nicht unter vollständiger Kontrolle der SAP. Wenn mit dem SAP-Lizenzfall “indirekte Nutzung“ der Datenaustausch über Schnittstellen durch zusätzliche Kosten erschwert oder verhindert wird, kann man sich den negativen Einfluss auf die Innovationstätigkeit leicht vorstellen. Die Kosten für die Nutzung von Third-Party Applikationen werden durch SAP künstlich in die Höhe getrieben und deren Einsatz daher erschwert.“

VOICE fordert die SAP daher dringend auf, ihre Lizenzbestimmungen bezüglich indirekter Nutzung/Digital Access anwenderfreundlicher und transparenter zu gestalten, um die Anwender in Zeiten der digitalen Transformation nicht über Gebühr zu belasten und unkalkulierbaren Kostenrisiken auszusetzen. Diese Forderung inkludiert ausdrücklich auch die Auditpraxis der SAP. Der Markt für Third-Party Applikationen muss zwingend offen gehalten werden.

VOICE fordert eine rechtliche Verbindlichkeit der Audits und keine in die Vergangenheit reichende Wirkung, wie das einige Anwender zurzeit bei der „indirekten Nutzung“ erleben. „Es darf einfach nicht sein, dass Anwender durch neue Lizenzbestimmungen der SAP rückwirkend ins Unrecht gesetzt werden. Das ist für niemanden nachvollziehbar und lässt die Lizenzpolitik der SAP willkürlich erscheinen“, sagt Quellmalz.

VOICE wird weiterhin das direkte Gespräch mit der SAP suchen, behält sich aber auch alle in Frage kommenden juristischen Schritte vor.

it-zoom: Voice bemüht das Kartellamt

Die im April lancierten Lizenzbestimmungen der SAP in Bezug auf indirekte Nutzung/Digital Access erachtet Voice, der Bundesverband der IT-Anwender, aufgrund zweier juristischer Gutachten der Rechtsanwaltskanzlei Osborne Clarke als rechtswidrig. Auf dieser Grundlage hat der Verein, der nach wie vor das Gespräch mit SAP sucht, auch das Kartellamt eingeschaltet. Es soll prüfen, ob der Softwarehersteller seine starke Marktposition ausnutzt.

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